Innenanstrich

Scheuerbeständig und wasserfampfdurchlässig
Wundermittel Latexfarbe? 

Immer wieder wird von Kunden bei Malerarbeiten die Anwendung von Latexfarben in Innenräumen gefordert. Der Begriff „Latexfarbe" wird hierbei gleichgesetzt mit „hoher Qualität". Hierzu ist allerdings zu berücksichtigen, dass für die ursprünglichen Latexfarben der Saft des Kautschukbaumes als Bindemittel verwendet wurde. Dieser Beschichtungsstoff ergab einen wasserbeständigen, elastischen, aber weitgehend wasserdampfdichten Film, der äußerst reinigungsbeständig (nassabriebbeständig) war.

Aufgrund der üblichen Qualitätsschwankungen, die bei natürlichen Rohstoffen nicht zu vermeiden sind und aufgrund von Schwierigkeiten beim Überstreichen, wurde das natürliche Bindemittel Latex durch Kunststoffdispersionen ersetzt. Des weiteren war mit dem Begriff „Latexfarbe" eine genaue Qualitätsbeschreibung nicht möglich. Aus den genannten Gründen sind Latexfarben auf dem deutschen Markt nicht mehr im Handel.

Will man mit einer Beschichtung in etwa die hohe Nassabriebbeständigkeit der ehemaligen Latexfarben erzielen, kommt am ehesten eine Dispersionsfarbe mit der Nassabriebbeständigkeitsklasse 2 nach DIN EN 133000 – Wasserhaltige Beschichtungsstoffe und Beschichtungssysteme für Wände und Decken im Innenbereich – in Frage.

Eigenschaften von Latexfarbe, Diespersionsfarbe und Silikatfarben, sowie die verschiedenen Nassabriebsklassen finden Sie hier.

Das Deckvermögen wird immer mit der Reichweite in Quadratmeter pro Liter (m²/l) in Relation gesetzt – also der Ergiebigkeit der Farbe.
Das ist wichtig, da die Deckkraft maßgeblich durch die aufgetragene Farbmenge beeinflusst wird. 

In Bezug auf die Nassabriebbeständigkeit kann festgestellt werden, dass die Klasse 1 hierbei für eine scheuerbeständige und äußerst strapazierfähige Farbe steht, die leicht gereinigt werden kann. Der Glanzgrad kennt drei Unterscheidungen: Seidenmatt, seidenglänzend und glänzend. Seidenmatte Farben weisen eine bessere mechanische Unempfindlichkeit als (stumpf)matte Farben auf.



Einteilung waschbeständiger Farben
Nassabrieb-Klassen

Die Nassabriebklasse nach DIN EN 13300 beurteilt die Beständigkeit der Beschichtung gegen wiederholtes Reinigen. In einem genormten Prüfverfahren mit einem Scheuerprüfgerät wird die Schichtdickenabnahme des Beschichtungsfilms gemessen. Die Beschichtungsstoffe werden dann in Nassabriebklassen von 1 bis 5 eingestuft, wobei Stufe 1 die größte Nassabriebbeständigkeit hat.

Lesen Sie in diesem Beitrag mehr über die Eigenschaften von Innenfarben in unserem Sortiment:

was ist eigentlich nassabriebklasse innenfarben scheuerbestaendig waschbestaendig klein

Welche Farbe für Ihr Objekt und Untergrund
Was Dispersionsfarbe ist

Für Wände und Decken im Innenbereich ist die Dispersionsfarbe die wohl am häufigsten verwendete Farbart. Dispersionsfarbe eignet sich für Neu- und Renovierungsanstriche (Überholungsanstriche) und kann auf sehr vielen Untergründen aufgetragen werden. Dazu zählen zum Beispiel Gipskarton- und Zementfaserplatten, Putz, Beton oder Raufaser- und Prägetapeten. Wir informieren Sie über die wichtigsten Eigenschaften der Dispersionsfarbe.

Farbeimer klein

Die Bedeutung des w-Wertes
Wasserdampfdurchlässigkeit

Mit dem Wasser ist es wie mit allen Elementen der Erde. Ohne Wasser kein Leben. Aber zu viel kann lebensbedrohend sein. Dies gilt auch für die technisch erstellten Gegenstände wie z. B. Gebäude. Insbesondere sind die Außenflächen von Gebäuden einer Vielzahl von klimatischen Belastungen ausgesetzt. 

was ist eigentlich wasserdampfdurchlaessigkeit

Fassadenfarbe, was ist eigentlich eine
Silikatfarben im Vergleich

Relativ neu auf dem Markt sind die sogenannten Sol-Silikatfarben. Diese Produktgruppe ergänzt die Reihe der Fassadenfarben auf silikatischer Basis. Bisher waren zwei Gruppen von Fassadenfarben auf silikatischer Basis bekannt: Silikatfarben und Dispersions-Silikatfarben. Dieser Beitrag informiert über die wesentlichen Eigenschaften dieser drei Gruppen.

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